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Von manchen Bergsteigern wird das Bishorn abfällig als Ausläufer des Weisshorns bezeichnet. Doch wer den Gipfel von Zinal aus bestiegen hat wird schnell erfahren, dass dieser Gipfel oft unterschätzt wird. Immerhin sind 2600 Hm im Auf- und Abstieg zu bewältigen und Aufstiegshilfen in Form von Seilbahnen sucht man hier vergeblich. Für diesen Gipfel sollten schon 2 Tage einkalkuliert werden und wenn beim Abstieg nochmals in der Tracuit Hütte geschlafen wird sind es sogar 3 Tage. Also kein Gipfel der schnell zwischendurch mitgenommen werden kann. Schon der Aufstieg von Zinal zur Hütte ist eine Bergtour für sich denn 1800 Hm wollen bewältigt werden. Früher Aufbruch ist anzuraten wenn der größte Teil des Hüttenanstiegs im Schatten zurückgelegt werden soll. Der Nachmittag kann dann gemütlich in herrlicher Umgebung auf der Hüttenterrasse verbracht werden. Weckzeit am nächsten Morgen ist 4:30 - da sollte die Stirnlampe griffbereit sein. Der Anstieg auf dem Gletscher ist nicht sehr steil - Spalten gibt es hier allerdings auch. Lassen Sie sich nicht von den vielen Einzelgängern dazu verleiten ohne Seil zu gehen. Ab und zu verschwindet doch einer im Gletscher. Den Gipfelausblick dominiert eindeutig das Weisshorn - so nah und doch viele Stunden Kletterei entfernt. Die Sonnenaufgänge die man hier erleben kann gehören zu den schönsten die ich kenne. Die Sicht reicht vom Grand Combin bis zum Obergabelhorn. Da hat man schnell vergessen, dass dieser prachtvolle Gipfel eigentlich kein richtiger Berg sein soll. |
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