Jungfrau 4158m

Normalweg von der Mönchsjochhütte

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Nähert man sich den Berner Alpen von Norden so erblickt man sehr früh (bei gutem Wetter und guter Fernsicht) das Dreigestirn der Berner Alpen. Eiger, Mönch und Jungfrau erheben sie wie eine riesige Felsbastion aus den grünen Matten des Berner Mittellandes hervor. Die Namen dieser Gipfel sind Musik in den Ohren ambitionierten Bergsteiger und wer möchte nicht einmal auf einem dieser Riesen stehen. Für Halbschuhtouristen gibt es die Möglichkeit mit der Jungfraubahn mitten in die Gletscherwelt zu fahren. Auf der Gipfelstation herrscht immer viel Trubel und manch einer fühlt sich in ein modernes Einkaufszentrum versetzt. Gipfelaspiranten werden sich daher schnell zum Ausgang bewegen um den planierten und markierten Weg zur Mönchsjochhütte einzuschlagen. Sicher gibt es Bergsteiger die am frühen Morgen die erste Bahn von Grindelwald nehmen, auf den Gipfel stürmen und am Nachmittag auf einer gemütlichen Terrasse ein leckeres Bier geniessen. Dazu gehört allerdings eine weit über Durchschnitt liegende Kondition und eine sehr gute Höhenanpassung. Sonst sind Kopfschmerzen sicher noch das kleinste Übel bei solch einer Gewalttour. Für alle Anderen empfiehlt sich die Übernachtung auf der Hütte. Im Juli und August ist eine Anmeldung obligatorisch sonst schläft man auf dem Boden...       Auch wenn man einen Schlafplatz ergattert hat muss mit drangvoller Enge beim Schlafen gerechnet werden. Umdrehen auf die andere Schlafseite gelingt nur in kollektiver Bewegung...                  Am nächsten Morgen wird zuerst die planierte Piste Richtung Jungfraujoch unter die Füsse genommen. Dann geht es über den Jungfraufirn nach Süden. Nach ca.30 min geht es westwärts zum Rottalsattel hinauf. Von diesem 3885m hoch gelegenen Punkt hat man eine tolle Aussicht! Von nun an ist extrem grosse Vorsicht angebracht denn die Jungfrau gehört zu den Bergen mit den höchsten Unfallzahlen! Zuerst über eine haarscharfe Firnschneide dann über Felsen und Schnee zum Gipfel. Eisenstangen erleichtern die Sicherung in diesem exponiertem Gelände erheblich. Die Aussicht vom Gipfel ist fantastisch. Sie reicht bei guter Fernsicht weit in das Voralpengebiet. Abstieg in der Regel auf der Aufstiegsroute. Dabei ist bis zum Rottalsattel besondere Vorsicht angebracht. Der kleinste Fehltritt hat hier dramatische Folgen. Bei der Querung des Jungfraufirn zur Bahnstation auf Spalten achten denn der Firn ist nun sicher schon ziemlich weich.   

Talort:

Grindelwald 1034m Sommer- und Wintersportort im Tal der schwarzen Lütschine

Bergbahnen:

Übernachtung:

Schwierigkeiten:

Gehzeiten:

Literatur:

Jungfraubahn auf das Jungfraujoch 3573m

Mönchsjochhütte 3629m über dem oberen Mönchsjoch(Privat). Anmeldung empfohlen. Zur Hochsaison im Juli und August oft drangvolle Enge in den Schlafräumen. Für Übernachtung/Halbpension muss mit 60 SFR gerechnet werden. Tel.: 036-713472 Keine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Jungfraujoch!

Wenig Schwierig +   Kletterei im Fels bis II, Firnhänge bis 50 Grad. Beim Abstieg auf Spalten achten (aufgeweichter Firn). Ein Berg mit hohen Unfallzahlen. Für weniger Erfahrene nur am Seil eines Bergführers.

Jungfraujoch - Hütte 1 Std. Hütte Gipfel 4-5 Std. Abstieg zur Bahn 2,5 Std.

Richard Gödecke 4000er - Die Normalwege. Verlag J. Berg --- Ernst Höhne Leichtere Viertausender der Alpen. Verlag Bruckmann München                  Werner Munter - Gebietsführer Berner Alpen. Verlag Rother München

009Tenero

Jungfrau mit Silberhörnern vom Lauterbrunner Tal gesehen

078Berner Oberland
073Berner Oberland

Jungfrau und Jungfraujoch von der Südflanke des Mönch

Auf dem Weg zur Mönchsjochhütte

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Mit Pistenraupe planierter Weg zwischen Jungfraujoch und Mönchsjochhütte. Im linken Teil des Fotos sind die Spaltenzonen des Jungfraufirns gut zu sehen. Der Aufstieg führt über mehrere dieser unangenehmen Erscheinungen

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Unterhalb des Rottalsattels

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Glücklich auf dem Gipfel